Südkurier

Ausstellung Treffpunkt Galerie Plattform 3/3   27.September bis 11. Oktober 2015

 

„Treffpunkt“ heißt die Ausstellung der Häfler Künstlerinnen Erika Lohner und Hanni Bucher, die anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Kulturhauses Caserne zu sehen sein wird. „Treffpunkt“ – weil Malerei auf Skulpturen trifft, die in attraktiver Weise kontrastieren.

Erika Lohner, die Leiterin der Galerie Plattform 3/3, stellt einmal selbst aus und präsentiert damit auch ihre Entwicklung in der Malerei. Die harmonisch geformten Plastiken von Hanni Bucher bilden einen ruhigen Gegenpol zu den abstrakten, temperamentvollen, sehr großformatigen Acryl-Bildern von Erika Lohner, vor allem diejenigen, die in flammendem Rot- oder leuchtenden Türkis- und Blautönen stehen. Erika Lohner hat in dieser Ausstellung viel Neues zu bieten. „Ein Bild ist zwei Jahre alt, ein anderes stammt vom letzten Jahr. Alle anderen Bilder sind dieses Jahr entstanden“, berichtet sie. Im Foyer hängen Arbeiten, die ihren neuesten Stil zeigen. Bilder, mit denen sie sich wieder mehr der freien, großzügigen gestischen Malerei zugewandt hat und nur Farben sprechen. Wo früher noch Formen sichtbar waren, lösen sich diese immer mehr auf. „Hab' ich einmal angefangen, dann bleibe ich dran, bis das Bild fertig ist“, lässt Erika Lohner wissen. Sie male immer zügig und spontan, mit vielen runden Bewegungen. Trotzdem brauche sie manchmal lange bis zur Vollendung des Bildes, weil sie oft mehrere Ebenen übereinander schichtet. Ist sie gänzlich unzufrieden, wäscht sie das Bild ab und beginnt wieder von vorn. „Manchmal male ich ins Nasse hinein und sehe erst, wenn es getrocknet ist, was daraus geworden ist“, erklärt Erika Lohner.

Dabei hat sie gelernt, auch mal ein Motiv stehen zu lassen, so wie es sich von selbst ergeben hat, und nichts mehr daran zu verändern. Ihre Figuren entstehen so: „Zunächst ist nichts gewollt. Dann erkenne ich eine Figur und male daran weiter.“ Doch komme es auch vor, dass sie eine Figur einfach dazu setzt. Beim Komponieren der Farben setzt sich die Häfler Kunstmalerin keine Grenzen. Mal treten nur zwei Farben in einen Dialog, mal bestimmt bunte Fülle den Ausdruck. Wichtig ist ihr, wie diese zueinander stehen.

Bericht von Elfie Braschel Südkurier